Gottes Wirken wird sichtbar!

Kleidersammlung für Light in the darkness

 

Kleidersammlung für Bulgarien

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Textilien: gereinigte, geflickte oder neue Damen-, Herren- und Kinderkleider, Stoffwindeln, Bettwäsche, Wolldecken, Vorhänge, Stoffreste (keine kleinen Restposten), Nähutensilien, Kuscheltiere

Schuhe: Damen-, Herren- und Kinderschuhe

Spielsachen:  gut erhaltene Spielsachen
     (wenn die Transportkapazität ausreicht)

Alle Artikel müssen sauber und in gutem Zustand sein.

Bitte alles in Plastiksäcken oder Bananenkartons (mit Deckel) verpacken und Schuhe paarweise in Kartonschachtel.

Ansprechpartnerin in Aalen:

 Daniela Ranck, Saarstr. 28, 73431 Aalen, Tel.: 07361 / 376 300
Annemarie Dick, Saarstr. 25, 73431 Aalen Tel.: 07361 / 55 83 77

 

Herzlichen Dank für Ihre Mithilfe!

 

Frank Abbas, Zigeunerghetto, Varna, Bulgarien

Weitere Infos auch auf den Seiten: Light-in-the-darkness.org  und Licht-im-dunkel.org

 


 

„Wir sind Roma-Großfamilie“

Frank Abbas berichtete in der Baptistengemeinde über die „Roma“ und das Hilfsprojekt „Licht im Dunkel“

Frank Abbas, Leiter eines Roma- Projekts in Varna, Bulgarien, berichtete am Montagabend in der Gemeinde der Baptisten in Aalen über seine Arbeit. Dieses Hilfsprojekt wird auch von Aalen aus, vom Verein „Licht im Dunkel“, unterstützt.


SUSANNE RÖTTER

Frank Abbas berichtete aus den Roma-Ghettos in Bulgarien. (Foto: sus)

Aalen. Frank Abbas freute sich, dass die „Hardcore-Leute“, wie er sie nannte, die an dem Thema interessiert seien, „da sind“ – leider war diese Menge mehr als überschaubar. Die meisten Stuhlreihen blieben leer. Und gleich zu Beginn seines Vortrages versuchte er, einen Film über die Ankunft des Hilfstransports zu zeigen, nur spielte leider die Technik nicht mit.

Der Hilfstransport, der durch den Einsatz der Mitglieder des Vereines „Licht im Dunkel“ organisiert wurde, sei für die Menschen im Ghetto ein Segen gewesen. „Roma leben in Bulgarien in Ghettos“, berichtet er.

Als Frank Abbas, Speditionskaufmann, spezialisiert auf Osteuropa, 2004 aus beruflichen Gründen nach Bulgarien gekommen ist, sich dann aber entschieden habe, unter den Roma im Ghetto zu leben, seien die Leute gekommen und hätten gesagt: „Stellen sie doch einmal ihr Projekt vor“. Doch Abbas sieht das weniger als Projekt und er begründet: „Wir sind zu allererst Roma-Großfamilie“. Er sei ein Weißer unter ihnen.

Er sei zu den Roma gekommen wie Paulus gesagt habe: „Sei den Griechen ein Grieche“. Denn er glaube, dass man wie ein Roma unter ihnen leben müsse, um die Roma zu verändern.

Abbas berichtet vom Elend der Roma, vom moralischen Zerfall der Roma-Bevölkerung. Dass es Slums gibt innerhalb der Europäischen Union sei skandalös. Die Schuld dafür gibt Abbas dem Kommunismus. In dieser Regierungszeit habe man die Minderheiten aufeinander gehetzt. Im vergangenen Jahr hätten zehn Städte gebrannt, die Menschen seien aufeinander losgegangen. „Nur aus Hass“, den habe der Kommunismus hinterlassen. Sozialarbeiter sei er nicht. Er habe immer nach kapitalistischen Grundsätzen gearbeitet, Christ sei er nur nebenbei gewesen. Aber auch schon damals, habe er sich ehrenamtlich „Randgruppen“ gewidmet.

Die erste Begegnung im Ghetto habe dann sein Leben verändert. Sechs Roma Jungs habe er 2005 aufgenommen und eine familienähnliche Gruppe gegründet. Heute seien es rund 140 Kinder, die er betreut. Ziel des Projektes namens „Hilendarski“ sei es, so Abbas, unter andern Roma-Kindern eine Schulbildung zu ermöglichen, um ihre Chancen auf ein selbstbestimmtes Leben zu verbessern.

© Schwäbische Post 14.02.2012