Gottes Wirken wird sichtbar!

Losung Dezember 2015

Jauchzet, ihr Himmel; freue dich, Erde! Lobet, ihr Berge, mit Jauchzen!
Denn der HERR hat sein Volk getröstet und erbarmt sich seiner Elenden.

Jesaja 49,13

Einheit und Freude, statt Terror und Teilung
Die Attacken des sogenannten Islamischen Staates auf Paris am 13. November 2015
erschüttern Frankreich, die westliche Gesellschaft und damit auch uns. Das Ziel des Terrors: Angst und Schrecken zu verbreiten und damit unsere Werte von Einheit, Freiheit und Frieden zu zerstören.
Die Worte des Propheten Jesajas stehen dazu im absoluten Gegensatz. Hier ist von einer Freude und Begeisterung die Rede, die nicht nur die Menschen, sondern die ganze Schöpfung mit einbezieht. Grund dafür ist die Vision des Propheten, dass Gott sein geschmähtes, gedemütigtes,
zerbrochenes und zerstreutes Volk Israel aus allen Windrichtungen sammeln und ihm Frieden
schenken wird. Das Volk Israel soll eine überaus gute, kaum vorstellbare, herrliche Zukunft haben, denn Gott ist ein tröstender und erbarmender Gott. Gott macht nicht leere Worte, sondern bringt eine gute Zukunft in Freiheit, Einigkeit, Wohlstand und Frieden. Diese Hoffnung bewegt uns als Christen für die ganze Welt.
Wenn wir Weihnachten feiern, dann steht uns die Krippe vor Augen, als Zeichen, dass Gott in Jesus Christus Mensch geworden ist, um uns Menschen durch Liebe zu versöhnen und zu einen. Zur Krippe Jesu kamen Weise und Hirten, Mächtige und Arme aus den Nationen und beugten die Knie, sie beteten im Frieden die Liebe Gottes an. Zum Kreuz Jesu können alle Menschen kommen, hier finden wir die Kraft der Liebe Gottes, die den Tod und damit alles, was die Menschen voneinander und von Gott trennt, überwindet. Als Christen bewegt uns die Hoffnung auf eine versöhnte Welt in Freiheit, Einigkeit, Wohlstand und Frieden.

Matthias Harsányi

Die Liebe Gottes gilt allen Menschen, sie ist trostvoll in Not und stärker als der Tod.
Deshalb sind wir als Christen berufen, allen Menschen die Hand der Versöhnung und des Friedens auszustrecken, mutig und froh, trotz aller Furcht und Schrecken, denn Gott verspricht uns Trost, Erbarmen und die Zukunft seiner ewigen Liebe: In dem Namen Jesus werden sich beugen alle Knie und alle Völker werden bekennen, Jesus ist der Herr. Philipper 2,10 f. In diesem Sinne wünsche ich allen handfeste und frohe Weihnachten und ein hoffnungsvolles und friedvolles Neues Jahr 2016.

Ihr Matthias Harsányi

Seite drucken Seite drucken

 

Losung Februar 2015

Ich schäme mich des Evangeliums nicht: Es ist eine Kraft Gottes, die jeden rettet, der glaubt.

Römer 1,16

Wenn wir Christen unseren Glauben bekennen werden wir persönlich und öffentlich.
Das wirkt in unserer Gesellschaft anstößig, weil sie den Glauben für eine Privatsache hält.
Wir stehen unter einer Spannung, weil der Glaube, von dem wir reden, auf Fragen, Widerstand und Ablehnung stoßen kann. In uns kann sich das Gefühl der Scham melden.
Das Schamgefühl gehört zu den stärksten inneren und unangenehmen Regungen des Menschen. Wer sich schämt, fühlt sich sichtbar getroffen, das ist dann peinlich.
Positiv an der Scham ist, dass sie dazu bewegt, dass man sich in eine Gruppe und ihre Normen einfügt und so im Leben nicht Einzelgänger bleibt.
Zu starkes Schamgefühl aber macht krank, es dämpft die Freude, weckt Schuldgefühle und lässt Menschen sich wertlos fühlen.
Die Schamlosigkeit, mit der in den Medien Menschen ihre intimsten Gedanken vor vielen ausbreiten, sich anpöbeln und verletzen, zerstört die Grenzen der Intimsphäre. Dadurch erleiden Menschen inneren Schaden und verlieren ihren Selbstwert; die Scham wird nicht geringer, vielmehr leiden immer mehr Menschen darunter, nicht perfekt zu sein.
Der Apostel Paulus hat durch das Evangelium nicht nur seinen persönlichen Selbstwert vor Gott erfahren, sondern erkannt, dass hier eine Kraft ist, die für die Gemeinschaft aller Menschen da ist: Durch den Glauben an das Evangelium der Vergebung in Jesus Christus können Menschen sich annehmen, ihr Potential entfalten und in starker Gemeinschaft mit anderen Menschen leben.

Matthias Harsányi

Die Kraft des Evangeliums, ist die übernatürliche Kraft Gottes, sie ist für alle Menschen so groß, dass der Apostel Paulus uns ermutigt, trotz aller Widerstände, froh unseren Glauben zu bekennen und weiterzusagen. Gottes verwandelnde Lebenskraft hat uns durch das Evangelium erreicht, so kann und soll sie nun durch uns andere Menschen erreichen zur Rettung, zur Freude, zum gemeinsamen Leben.
Wir schämen uns nicht, zum Glauben an Jesus Christus einzuladen, weil Menschen so mit Gottes Kraft erfüllt werden, dass sie Sinn und Ziel ihres Lebens finden und in versöhnter Gemeinschaft friedvoll leben. Wir können von Glück sagen, weil wir das Evangelium von Jesus Christus weitersagen können.

Ihr Matthias Harsányi

Seite drucken Seite drucken

 

Losung Dezember 2014

Jesaja 35,1

Ein Heilswort des Propheten Jesaja steht über der diesjährigen Adventszeit. In die Dunkelheit der babylonischen Gefangenschaft spricht der Prophet seinem Volk neuen Mut zu. Das Leid und die Bedrückung in Babylon werden sich eines Tages in Freude verwandeln. Hierzu ist dem Propheten kein Bild zu gewaltig: Die Steppe wird blühen wie die Lilien, Bäche sprießen in der Steppe (6), glühender Sand wird zum erquickenden Nass, (7) alle lebensbedrohlichen Raubtiere werden verschwinden (7+9), wankende Knie werden fest (3), Blinde werden sehen, Taube werden hören und Lahme springen wie ein Hirsch (5+6). Das bedrückte Volk wird auf wundersame Weise wieder aufblühen und mit ihm die ganze Welt. Wo Tod herrscht wird Leben sein, wo Verzweiflung regiert zieht Hoffnung ein und wo Mord grassiert wird ewiger Friede herrschen. Wir merken sofort: Der Prophet spricht nicht über die einfache Verbesserung von Lebensumständen. Es geht um eine endgültige Zeitenwende. Ein Neuanfang steht bevor. Doch damit ein echter Neuanfang möglich ist und sich nicht alte Grausamkeit in neuem Gewand wiederholt, muss das Alte zum Ende gebracht werden. So steht vor dem Frohlocken das Gericht Gottes und seine Vergeltung (35,4 und Kapitel 34). Ein Wort das gerade in der Adventszeit, in der sich beim Warten auf Weihnachten leicht ein verklärter Glanz über die Dinge legt, meditiert werden will. So bedenkt im Kirchenjahr der zweite Advent nicht das Kommen Christi in der Krippe sondern die Wiederkehr Jesu Christi zum Weltgericht.
Advent ist damit die Zeit des angespannten Wartens – nicht nur auf Geschenke unter dem Weihnachtsbaum. Denn uns ist so viel mehr verheißen. Etwas davon wird in der Frage Johannes des Täufers deutlich: „Bist Du, der kommen soll?“. Jesus Antwortet mit den Worten Jesajas: „Blinde werden sehen und Lahme werden gehen!“ (Mt 11,2ff.) Jesus sagt damit Johannes zu: Mit mir hat die Heilszeit begonnen. Das Reich Gottes ist da! Alles das, was die Propheten verheißen haben, wird in mir erfüllt werden. Seit diesem Tage warten wir auf diese Erfüllung. Wir warten auf die Vollendung des Reiches Gottes. Wir warten auf die Wiederkehr Jesu zum Gericht. Damit ist diese Zwischenzeit im wahrsten Sinne des Wortes „Adventszeit“ – Die Zeit in der wir uns auf das Kommen unseres Herrn Jesus Christus vorbereiten.
Für mich birgt das Prophetenwort zum Beginn des neuen Kirchenjahres viel Hoffnung. Vor 4 Jahren begann in Tunesien der arabische Frühling. Was folgte war nicht das erhoffte Aufblühen der arabischen Halbinsel sondern dieselbe Gewalt und Unterdrückung im neuen Gewand. Zeitgleich ließen die diesjährigen Ereignisse in der Ukraine Erinnerungen an den Prager Frühling wach werden. Es scheint so, als wenn Osten und Westen sich wieder belauern wie die Löwen. Anstatt eschatologischem Frühling herrscht politische Eiszeit. Hier spricht uns der Prophet Jesaja neue Hoffnung zu: „Die Wüste und Einöde wird frohlocken, und die Steppe wird jubeln und wird blühen wie die Lilien.“ Bis es soweit ist, ist noch Adventszeit. Eine Zeit des hoffnungsvollen und angespannten Wartens – auch auf Geschenke und Jubel unter dem Weihnachtsbaum – aber vor allen Dingen auf Jesu Wiederkehr. Dann wird vollendet werden was in Bethlehem begann. Dann werden Blinde sehen und Lahme gehen und unsere Welt wird jubeln und aufblühen.

 

Sebastian Gräbe

Sebastian Gräbe ist wissenschaftlicher Mitarbeiter für Diakoniewissenschaft und Sozialtheologie am Theologischen Seminar Elstal (FH).

Losung August 2014

Singt dem Herrn, alle Länder der Erde! Verkündet sein Heil von Tag zu Tag!

1.Chronik 16,23

Es war König David, der mit diesen Worten zum Lob Gottes und zum Zeugnis für seine Taten die Menschen der Welt aufgerufen hat. Er tat dies, weil er die Liebe Gottes, seine befreiende und versöhnende Kraft, persönlich erfahren hatte. Zum Zeichen, dass diese Kraft Gottes auch der Mittelpunkt des Volkes Israels und der Welt sein soll, brachte König David die Tafeln des Gesetzes, von denen die Welt wenigstens die 10 Gebote kennt, in die Hauptstadt Jerusalem.
Die 10 Gebote haben ebenso das Lob Gottes als Überschrift, denn Gott befreite das Volk Israel aus der Knechtschaft. Der Aufruf zum Lob Gottes ist demnach ein Aufruf zur Freiheit, denn wer Gott anbetet und lobt, kann den Menschen als Menschen achten, ohne sich ihm unterwerfen zu müssen.
Als Christen stimmen wir ein in dieses Lob Gottes, weil wir die befreiende Kraft Jesu Christi erfahren haben. Jesus hat die Liebe Gottes zu allen Menschen gezeigt, indem er, durch den Tod am Kreuz und die Auferstehung Sünde, Tod und Teufel überwand und ein versöhntes und ewiges Leben brachte. Im Vertrauen auf ihn können wir befreit nach Gottes gutem Willen leben und uns danach ausrichten, mit den Menschen versöhnt zu leben.
Weil wir die Freiheit und Freude durch den Glauben an Jesus Christus erfahren, reden wir nicht nur von dieser Freiheit, sondern singen und loben Gott, denn er hat unser Herz erreicht.
Von dem Guten, was wir auf dem Herzen haben, singen und erzählen wir, damit andere Menschen diese Möglichkeit zur Freiheit, zur Freude und zur Versöhnung erfahren.
So bitten wir, wie es der Apostel Paulus gesagt hat: „Lasst euch versöhnen mit Gott!“ (2. Korinther 5,20).

Matthias Harsányi

Als Christen können wir dazu beitragen, dass das Lob Gottes in unserem Leben, in unserem Land und in den Ländern der Welt stärker wird. Wir können jeden Tag Gott anbeten, von seiner Güte singen und davon erzählen, wie er uns befreit hat. Wir können als mit Gott versöhnte Menschen leben und die Versöhnung anbieten, hier, zu Hause in unserer Stadt und unserem Land und wir können überall, zumal in der Sommer-, Urlaubs- und Ferienzeit, in den Ländern, die wir bereisen, jeden Tag von Gottes Taten erzählen. In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern eine erholsame, gesegnete und frohmachende Sommerzeit.

Ihr Matthias Harsányi

Seite drucken Seite drucken

 

Losung Juni 2014

Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung

Galater 5,22-23a

Wir feiern wieder das Pfingstfest. Wenn Menschen Jesus vertrauen erfüllt er sie mit seinem Heiligen Geist. Der Geist bringt Frucht in unserem Leben. Wir leben unser natürliches Leben durch viele gute Früchte. Der Weizen wird in unserer Hand zu Brot, die Weintrauben, durch unsere Hand zu Wein. Da gibt es Obst und Gemüse, vielfältige Vitamine und Spurenelemente, die unseren Körper erfrischen und uns Lebens- und Genussmittel sind. Ohne Früchte können wir nicht leben. Die Frucht des Geistes ist ein Geschenk, eine Gabe Gottes, die im Vertrauen auf Jesus Christus in unseren Herzen wächst, blüht und gedeiht. Von dieser Frucht leben unsere Beziehungen zu Gott und zu den Menschen. Die Frucht des Geistes ist Liebe. Wir alle leben von dieser Liebe und nach nichts sehnen wir uns mehr, nichts brauchen wir mehr für uns und unsere Beziehungen zu Gott und zu den Menschen. Diese Frucht Gottes zeigt sich vielfältig:

Erfüllt von der Liebe Gottes…

  • werden wir uns in der Gemeinschaft mit anderen von Herzen freuen können,
  • auch wenn wir verschieden sind.
  • erhalten wir Frieden im Herzen und können Frieden stiften, um neu mit anderen zu leben.
  • können wir Geduld üben, um dem anderen Freiraum und Chancen zu geben.
  • können wir dem anderen freundlich begegnen und ihn zeigen: Gott ist für dich.
  • können wir mit anderen das Gute teilen und so auf Gottes unendliche Güte hinweisen.
  • können wir bei dem anderen auch in Schwierigkeiten bleiben, weil Gott uns treu ist.
  • können wir den anderen mutig sanft begegnen, dass Herzen sich öffnen, wie wir uns Jesus öffnen, weil er sanftmütig ist.
  • können wir uns selbst beherrschen, weil Jesus in uns herrscht und dem anderen in großer Freiheit begegnen.
Matthias Harsányi

Die Frucht des Heiligen Geistes ist die einzigartige Lebensquelle für unsere Beziehung zu Gott, die sich entfaltet in der Beziehung zu anderen Menschen.
Durch die Liebe Gottes, die Frucht des Heiligen Geistes, reift unser Leben, durch sie werden unsere Beziehungen frisch und gut; deshalb bitten wir: Komm Heiliger Geist, erfülle uns.

Ihr Matthias Harsányi

Seite drucken Seite drucken

 

Losung Mai 2014

Hier ist nicht Jude noch Grieche, hier ist nicht Sklave noch Freier, hier ist nicht Mann noch Frau; denn ihr seid allesamt einer in Christus Jesus.

Galater 3,28

Christen haben den besten Grund frohe und lebensbejahende Menschen zu sein,
denn zu Ostern feiern wir die Auferstehung Jesu von den Toten, das Leben hat das letzte Wort, das macht uns froh. Ich habe für die kommenden zwei Monate den Bibelvers für den Mai dieser Andacht zugrunde gelegt, weil hier von der Auswirkung von Ostern auf das menschliche Miteinander gesprochen wird.
Wir sind freie Menschen, die einander vor Gott als gleichwertig anerkennen. Weil er uns gleichermaßen liebt und uns das Leben schenkt, gibt es keinen wesentlichen Unterschied mehr, der Menschen berechtigt, übereinander zu herrschen. Menschen aus unterschiedlichen Kulturen können durch den Glauben an Jesus Christus gemeinsam und im Frieden leben, Menschen unterschiedlicher Bildung können gemeinsam das Leben gestalten und Menschen unterschiedlichen Geschlechts, Frauen und Männer sind gleichwertig vor Gott und sollen einander in Freiheit als gleichwertige Partner begegnen. Das ist keine „Gleichmacherei“, wie wir es heute im Umgang mit Minderheiten in unserer Gesellschaft erleben. Als Christen sprechen wir von der unumstößlichen und absoluten Würde des Menschen, weil wir von Gott angenommen sind. Deshalb bejahen wir die Vielfalt der Völker, der Gebildeten und die Unterschiede zwischen Mann und Frau, sie müssen nicht geleugnet oder verdrängt werden, im Miteinander sind sie fruchtbar. Aber weil Gott alle Menschen liebt und ihnen allen in Jesus ewiges Leben, Wert und Würde gibt, deshalb darf kein Mensch aufgrund der Unterschiede über den andern herrschen, ihn geringer achten oder unterdrücken. Jeder kann dem anderen mit Wertachtung und Freundlichkeit begegnen und mit ihm in Frieden zusammenleben, weil der andere einer ist wie ich, von Gott geliebt. Das höchste Gebot: Liebe Gott und den Nächsten wie dich selbst, kann man auch so übersetzen: Begegnet einander in Wertschätzung und Liebe, denn der andere ist einer wie du, ein Mensch von Gott gewollt.

Matthias Harsányi

Die Auferstehung Jesu von den Toten ist ein Geschehen für alle Menschen und ermöglicht ein gemeinsames, freies und selbstbewusstes Leben, das uns froh macht.
Als Menschen die Jesus vertrauen, haben wir die Aufgabe, seine Liebe widerzuspiegeln und so als Vorbilder für dieses freie und frohe Miteinander einzutreten für alle Nationen, für alle Menschen, Frauen und Männer gleichermaßen.
Frohe und gesegnete Ostern, lasst uns die Freiheit, die Gott schenkt, bekennen, feiern und beispielhaft leben.

Ihr Matthias Harsányi

Seite drucken Seite drucken

 

Losung Februar 2014

Rede, was gut ist, was erbaut und was notwendig ist, damit es Segen bringe denen, die es hören.

Epheser 4,29

Wieviel Blödsinn wird an einem Tag gesprochen. Viele Worte blieben besser ungesagt, weil sie
Unheil anrichten, ängstigen, unter Druck setzen, verletzen, zerstören.
Unsere Worte haben Macht und wirken sich aus.
Gott sei Dank haben unsere Worte auch die Macht, Gutes zu bewirken.
Als Christen kennen wir Gottes Wort, es ist gut, lebensfördernd, tröstend und macht uns froh.
Wenn Gott spricht, bringt er zurecht, versöhnt und heilt, seine Worte haben die schöpferische und verändernde Kraft der Liebe, die uns aufleben lässt.
Wer dieses Wort durch Jesus Christus gehört und erfahren hat, der erlebt die Veränderung zu einem erfüllten und sinnvollen Leben mit Freude und Zuversicht.
Deshalb sollen wir als Christen reden in einer Art, die dem Wort Gottes entspricht.
Statt Kritik, Gutes sagen, statt ablehnender Worte, Worte, die ermutigen, statt unnützer Worte, Worte die notwendig sind, die helfen, eine Not zu wenden.
Gott segnet uns, indem er uns gute Worte seiner Annahme und Liebe hören lässt.
Durch diese Erfahrung kann jeder auf eine ganz einfache Weise, ohne großen Aufwand oder Kosten,
anderen Menschen zum Segen werden.
Wir geben einfach weiter, was wir empfangen haben:
Ein gutes Wort, Lob, Anerkennung und Ermutigung, ein Wort, das dem guten Wort, dem Evangelium entspricht, das Gott uns durch Jesus zuspricht.

Matthias Harsányi

Wir sind von Gott gesegnet, deshalb können und sollen wir ein Segen sein für Menschen, denen wir begegnen.
Allen Lesern des Gemeindemagazins wünsche ich Gottes Segen und den Mut, andere Menschen zu segnen,
für sie zu beten und ihnen Gutes zu sagen.

 

Ihr Matthias Harsányi

Seite drucken Seite drucken

 

Losung Dezember 2013

In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen.

Johannes 1,4

Wenn die Tage kürzer werden, die Nächte länger und es draußen trübe und kalt ist,
sehnen wir uns nach Licht. Das Leben entfaltet sich im Licht.
Mitten in der dunklen Zeit des Jahres zünden wir im Advent Lichter an.
An jedem Sonntag eine Kerze mehr, so wird es heller. Dann kommt der Heilige Abend, an dem
wir feiern und fröhlich sind, weil Jesus, das Licht der Welt gekommen ist.
Für die Kirche ist das der Neubeginn, schon mit den Kerzen im Dunkeln feiern wir Christen das neue Kirchenjahr. Das Dunkel, auch Sorgen und Not, Krankheit und Tod kann das Licht des Lebens nicht
auslöschen, in Jesus ist es gekommen und bleibt.
Nach Weihnachten folgt das neue Kalenderjahr, die Wende in der Zeit, es wird wieder
heller, wir haben Zukunft und Zeit.
Im Jahr 2014 heißt die Jahreslosung: „Gott nahe zu sein ist mein Glück“ Psalm 75,28.
Ich finde das passt gut zusammen, Leben, Licht und Glück.
Wenn wir Glück auch unterschiedlich erfahren und empfinden, so ist es doch in allen Lebenslagen
zu finden. Glück stellt sich ein, wenn wir unser Leben wahrnehmen, es dankbar annehmen und uns auch über kleine Dinge freuen. Menschen die Jesus Christus vertrauen können von Glück sagen, weil sie durch ihn Gott nahe sein dürfen, der uns das Leben schenkt. Er ist das Licht, das auch im tiefsten Dunkel scheint,
er ist das Leben das bleibt und er sieht und kennt und liebt uns. Das ist ein Licht, das uns an jedem Tag,
den traurigen und fröhlichen, den schmerzhaften und lustvollen begleitet
In ihm, in Jesus ist das Leben in die Welt gekommen und es leuchtet jeden Tag für uns.
Das Leben war nicht nur in ihm, es ist in Jesus und wer es annimmt findet Licht und Lob und Dankbarkeit.

Matthias Harsányi

Allen, die das Gemeindemagazin lesen, wünsche ich, dass sie von diesem Glück sagen können und
in diesem Licht leben: Gott ist uns nahe! Eine frohe und gesegnete Advents- und Weihnachtszeit
und ein gesegnetes Neues Jahr 2014.

 

Ihr Matthias Harsányi

Seite drucken Seite drucken

 

Losung Oktober 2013

Vergesst nicht, Gutes zu tun und mit anderen zu teilen; denn an solchen Opfern hat Gott Gefallen.

Hebräer 13,16

Die Rede vom Opfern gefällt uns nicht.
Wir verbinden damit häufig die erzwungene und unfreiwillige Hingabe von Dingen, die wir nicht hergeben wollen oder vom Leben, das wir nicht aufgeben wollen.
Wir reden von Kriegsopfern, Verkehrsopfern, von Geldopfern und anderem.
Und – wieso sollte Gott ein Opfer brauchen, gehört Gott nicht alles?
Zum Erntedankfest sprechen wir vom Dankopfer. Wir sagen Gott danke für alles Gute, das wir empfangen haben. Wer dies tut, hält an dem Zusammenhang fest, dass alles Gute, das wir empfangen, nicht nur von unserer Leistung abhängt, sondern ein Geschenk ist. Es erinnert uns zugleich daran, dass es Menschen gibt, denen es nicht so gut geht wie uns, obwohl sie oft auch ihre Leistung einbringen.
So öffnet die dankbare Haltung gegenüber Gott uns den Blick für den anderen Menschen.
Danken lässt uns von Habgier und Rechthaberei absehen. So können wir entdecken, dass wir selbst und auch andere Menschen auf das Gute angewiesen sind.
Deshalb darf es auch nicht nur bei der Danksagung bleiben. Wer nur danke sagt, aber dem Wort keine guten Taten folgen lässt, macht leere Worte. An leeren Worten hat Gott kein Gefallen.
Ihm gefallen gute Taten und das Teilen mit anderen Menschen.
Die Bibelstelle aus dem Hebräerbrief macht deutlich, dass Gott keine Opfer für sich braucht, er will die Bereitschaft, dass wir aus Dankbarkeit mit anderen Menschen teilen, damit viele Menschen Gutes erfahren. Gottes Güte, die wir erfahren haben, soll so auch anderen Menschen zu Gute kommen durch uns.
Gutes gibt es nicht, wenn wir nur darüber Worte machen. Aber Worte der Dankbarkeit über Gott, die aus dem Herzen kommen, können uns dazu bewegen, dass wir unsere Güter gerne mit anderen Menschen teilen. So vermehrt sich das Gute.
Beim Dankopfer kommt es nicht auf die Menge an.

Matthias Harsányi

Jesus erinnert an die Witwe, die im Tempel nur einen Groschen in den Opferkasten gab, aber das war ihr einziger Groschen. Sie hat aus Dankbarkeit gegeben, was sie hatte. Gott misst ein Opfer also nicht an der Größe, sondern an dem, was wir zurückbehalten. Dankopfer soll zum Segen für die Menschen werden.
Der Segen beginnt schon in kleinen unscheinbaren aber echten Taten der Liebe. Da bedeutet eine Stunde Zeit für einen anderen oft mehr als viel Geld.
Erich Kästner sagte: Es gibt nichts Gutes, außer man tut es. Gott gefallen gute Taten, ihm gefällt, wenn wir mit Menschen unser Gutes teilen, denn das ist liebevoll und lebenswert und macht froh.

 

Ihr Matthias Harsányi

Seite drucken Seite drucken

 

 

Losung August 2013

Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt, hast mir das Trauergewand ausgezogen und mich mit Freude umgürtet.

Psalm 30,12

Es gibt Dinge, die gibt´s, obwohl wir sie nicht für möglich halten.
Da erlebt ein Mensch eine Wandlung, die er sich nicht erträumen konnte.
Eben war er noch niedergeschlagen, verzweifelt, zu Tode betrübt, doch
plötzlich ändert sich alles, er kann sich freuen und beginnt zu tanzen.
Der König David, dem das passiert ist, sieht in dieser Wandlung Gottes Tat.
Du hast mich verwandelt und mich mit Freude umgürtet.
In den Sommermonaten suchen viele Menschen Entspannung, Erholung und
Freude im Urlaub. Die einen verreisen in ferne Länder, andere machen sich zu Hause
eine schöne Zeit. Mal einen Tapetenwechsel, mal etwas anderes erleben, raus aus den Alltagsklamotten, rein in die bunte Freizeitkleidung.
Das ist wichtig und tut gut, gibt neue Impulse, Eindrücke und Begegnungen und wir können einfach Zeit haben, um das Leben wahrzunehmen und zu genießen, das ist schön.
Leider klagen viele, dass diese Erholung nur oberflächlich bleibt. Das Schöne im Leben scheint nur für einen Moment aufzuleuchten. Zurück im Alltag, in der Arbeit
und im Stress ist die Erholung oft bald vergessen, erdrückt wie durch ein dunkles Gewand, das ist traurig.

Matthias Harsányi

Eine echte, nachhaltige und zukunftsfähige Wandlung erfahren Menschen, wenn sie in ihrem Leben, im Alltag und im Urlaub mit Jesus Christus leben.
Er zieht uns das traurige Sorgen-, Probleme- und Stressgewand des Alltags aus, denn er hat den Tod überwunden. Jesus bringt Licht in unser Leben, so dass wir, im Vertrauen auf ihn, das Leben entdecken, deshalb ist kein Platz mehr für dauerhafte Trauer und Klage. Er zieht uns ein neues Gewand der Freude an, denn er lebt und will, dass auch wir leben.
Mit diesem Gewand der Freude umgürtet er uns, es soll uns nicht mehr so leicht ausgezogen werden, es soll bleiben, wie bei Jesus das Leben bleibt.
Mit Jesus ist das Leben schön, nachhaltig schön und wir können uns im Urlaub und im Alltag immer wieder freuen, die Klage verstummt, das Lob Gottes bricht sich Bahn und das Leben ist
herrlich in Bewegung, wie beim Tanzen, in einer frohen Bewegung, weil Gott in unserem Leben handelt und, wenn wir ihm vertrauen, es wunderbar verwandelt.

 

Ihr Matthias Harsányi

Seite drucken Seite drucken

 

 

Nächste Seite »