Gottes Wirken wird sichtbar!

Losung Juni 2013

Gott hat sich selbst nicht unbezeugt gelassen, hat viel Gutes getan und euch vom Himmel Regen und fruchtbare Zeiten gegeben, hat euch ernährt und eure Herzen mit Freude gefüllt.

Appstelgeschichte 14,17

© Rainer Falk

Es ist endlich Frühling!

Worauf wir in diesem Jahr lange warteten setzt sich durch mit aller Kraft. Überall grünt es und blüht, zwitschern die Vögel und scheint die Sonne, sind wir Menschen glücklich , herrlich ist das.
Der blaue Himmel, herrlich! Draußen sein in der Schöpfung, die Wärme spüren, herrlich!
Die dicke Hummel an der Blüte, das Veilchen am Wegesrand, jedes werdende Blatt am Baum, einzigartig, perfekt, wundervoll, herrlich!
Ein Kaffeebesuch in der Stadt, lächelnde Menschen, das Leben spüren, es neu entdecken, es wahrnehmen und erleben kann so schön sein, herrlich und gut!
Im Ausdruck „herrlich“ steckt noch die Erinnerung an Gott, er ist der Schöpfer, er ist der Herr allen Lebens er bezeugt seine Güte so oft, jeden Tag, mitten im Leben. Wenn das Leben im Frühling erwacht, ahnen wir etwas von dem Wunder des Lebens, von dem Guten, das um uns ist und mit uns ist und in uns steckt.
Gott lässt sich nicht unbezeugt, er zeigt sich, indem er uns Gutes tut, unermüdlich.
Jeder Tag ist prall voll von dieser Güte, von Leben, von Freude – das kann kein Zufall sein, kein anonymes Produkt der Evolution, wir sind nicht „Etwas“, wir sind lebendig und lieben und freuen uns, wir sind Geschöpfe Gottes. Das ist doch gute Nachricht.
Sicher, es gibt auch die schlechte Nachricht: Das Unglück, Verbrechen, Betrug, Lüge, Krankheit und Tod. Damit verbinden wir die Frage: Warum lässt Gott das zu? Und: Kann es ihn unter diesen Umständen geben? Nachrichten sind für uns oft nur „schlechte Nachrichten“. Von den Medien geprägt, sind wir auf Schlechtes fixiert, da ist die schlechte Nachricht eine gute Nachricht, verkehrte Welt. Doch eigentlich ist um uns Leben in großer Vielfalt und in uns ist Leben und das ist stark.
Trotz Kummer, Sorgen und Not ist das Leben immer wieder gut und schön.

Matthias Harsányi

Wenn wir nur hinsehen und hinhören, wenn wir nur innehalten und spüren, werden wir immer wieder über das Leben staunen, wie im Frühling, denn es gibt so viel Gutes, das uns geschenkt wird, das wir erleben an jedem Tag. Christen glauben, dass Gott das Leben ist und dass er will, dass wir leben. Ganz persönlich hat er gezeigt, dass sein Leben sich durchsetzt und bleibt. In Jesus Christus zeigt Gott uns, dass er uns liebt und diese Liebe ist stärker als der Tod. Deshalb bedeutet an Jesus glauben, das Leben lieben, staunen und lachen. Gott zeigt sich uns, in unserem Leben, denn das Leben selbst, ist das Wunder, das auf Gott hinweist.
Gott zeigt sich in unserem Leben unbeweisbar und doch sicher, so sicher, wie er unser Herz erfreut.

 

Ihr Matthias Harsányi

Seite drucken Seite drucken

 

 

Losung April 2013

Wie ihr nun den Herrn Christus Jesus angenommen habt, so lebt auch in ihm und seid in ihm verwurzelt und gegründet und fest im Glauben, wie ihr gelehrt worden seid, und seid reichlich dankbar.

Kolosser 2,6-7

Schon mal ne unreife Tomate gegessen?
Frisch, gut, günstig, schnell, mitten im Winter im Supermarkt zu haben, aber irgendwie grün, hart und geschmacklos.
In unserer hektischen Welt soll alles schnell, frisch und gut sein und ist doch oft leider einfach nur unreif. Es gibt auch unreife Menschen, Grünschnäbel, deren kluge Reden irgendwie nicht zu ihrem Alter und ihrer Erfahrung passen. Der Unterschied zu dem, was sie sagen und dem, was sie auch nur annähernd leben können, ist groß. Oft genug sagst du dazu nichts, aber du musst darüber lächeln. Es gibt auch unreife Christen. Menschen die glaubensstark reden, aber so, dass du merkst, da kann nichts dahinter sein, das passt nicht, lächerlich. Es ist nicht nur peinlich, sondern auch schädlich, wenn Christen von anderen Menschen Grundsätze erwarten, die sie selbst nicht halten können.
In nahezu allen Briefen des Neuen Testaments ermutigen die Autoren die Christen dazu, im Glauben nicht stehen zu bleiben, sondern zu reifen. Sie fordern dazu auf, dass du nichts in die Auslage stellst, was du nicht unter dem Tresen hast. Fordere nicht von anderen, was du selbst nicht im Ansatz leben kannst. Im Kolosserbrief ist eine klare Reihenfolge der Reifung zu erkennen: Was Jesus sagt, soll ich annehmen und im Leben umsetzen, Wurzeln schlagen lassen, d.h. ausprobieren, üben und trainieren und dieses Verhalten vertiefen, dass es zur festen Lebensgrundlage und Lebensäußerung wird.Dieser Reifeprozess vom Hören übers Lernen zum Tun und Leben braucht seine Zeit.
Es kann natürlich nicht nur im Glauben feste, kompetente und überzeugende Christen geben. Unreife Christen, die Wachstumsprozesse vor sich haben, gehören dazu. Sie brauchen freundliche und geduldige Zuwendung, gute Beispiele und Vorbilder. Gereifte Christen wissen um die Schwierigkeiten, die sie zum Teil selbst hinter sich haben. Es sind dankbare Menschen, denn sie wissen, dass trotz allen Lernens, Übens und Bemühens, das Wachstum und die Reife nicht nur mit ihrem Entschluss und mit der Zeit zu tun hat, sondern mit der Güte Gottes, mit der er uns beschenkt.

Matthias Harsányi

Ich freue mich immer, wenn ich Christen treffe, die sich mutig, unkompliziert und gern zu Jesus bekennen, ohne aufdringlich, rechthaberisch oder vorschnell zu sein. Ich freue mich über Christen, von denen ich den Eindruck gewinne, dass sie sich ihrem Reifezustand entsprechend verhalten. Ich freue mich über lebensfähige und standfeste Christen, mit denen andere Menschen gerne zusammen sind, weil sie gereifte Christen sind.

 

Ihr Matthias Harsányi

Seite drucken Seite drucken

 

 

Losung März 2013

Gott ist nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebenden; denn ihm leben sie alle.

Lukas 20,39

„Weckworte“

© Anke Manger

Im Auto unterwegs höre ich einen Beitrag zu „Weckworte“.
Das ist ein Projekt eines jungen Mannes, der für 1 Stunde in Pflegeheime geht,
um Menschen mit Demenz klassische Gedichte vorzutragen.
Was sich trocken anhört ist unglaublich lebendig. Der Leiter dieser „Session“, wie er die Stunde nennt, bringt junge Leute mit, Schüler, mit denen er in der Schule Gedichte gelernt hat.
Sie lernen diese nicht nur auswendig, sondern, wie man sie betont und lebendig mit Bewegung vorträgt. Gemeinsam mit dem Personal der Heime tragen sie die Gedichte vor und erleben, wie die Demenzkranken sich freuen und in Bewegung kommen, weil sie sich an einzelne Worte erinnern. Da schlagen sie im Takt auf ihre Schenkel, lachen fröhlich, werden versonnen oder sprechen ein paar Verse mit, stecken sich gegenseitig mit Freude an und sind voller Glück.
Ein herrliches, lebendiges Projekt: „Weckworte“. Junge Menschen werden im Lesen und Lernen gefördert und erfreuen alte, kranke Menschen. Diese vergessen zwar nach kurzer Zeit alles, aber das Gefühl eines guten Tages voller Freude und Lebendigkeit wirkt noch lange nach. Und die jungen Leute staunen darüber, was Worte bewirken können.
Das hört sich nach Evangelium an, nach „guter Nachricht“, nach Leben.
Der Gott, den Jesus Christus uns mit seinem Leben gezeigt und mit seinen Worten nahe gebracht hat, ist ein lebendiger Gott. Er spricht in unser Herz und unser Leben. Was müssen das für „Weckworte“ gewesen sein, die so lebendig waren, dass sie Jesus von den Toten ins Leben brachten.
Worte die kraftvoll, voller Liebe und Leben waren und das sind sie noch heute. Gottes Worte wecken Leben. Als Christen dürfen wir diese Worte weitersagen: „Jesus spricht: Ich bin bei euch alle Tage. Fürchte dich nicht. Ihr seid meine Freunde. Wer meinen Worten vertraut wird leben. Ich lebe und ihr sollt auch leben.“

Matthias Harsányi

Viele Menschen leben nicht mehr, obwohl sie leben, viele haben Gott vergessen – zu Ostern freuen wir uns als Christen, weil wir erleben, dass Jesus lebt und uns frei und froh macht. Das können, das sollen, das müssen wir den Menschen sagen, damit sie froh das Leben im Leben entdecken.
Da wird mitten im Alltag ein Tag zu einem frohen Ostertag, wenn wir durch „Weckworte“ mit Menschen gemeinsam das Leben feiern, das Gott, der Lebendige, schenkt.

 

Ihr Matthias Harsányi

Seite drucken Seite drucken

 

 

Losung Dezember 2012

Mache dich auf, werde licht; denn dein Licht kommt, und die Herrlichkeit des Herrn geht auf über dir!

Jesaja 60,1

© Anke Manger

Licht und Dunkel sind Gegensätze, sprechende und erfahrbare Bilder für gut und böse, Hoffnung und Verzweiflung, Leben und Tod. Ohne Licht gibt es kein Leben, keine Zukunft, keine Freude. Wir brauchen und sehnen uns alle nach Sonne, Licht und Leben. Hier aber werden wir persönlich dazu aufgerufen licht zu sein: „Werde licht“, sei ein Licht, sei ein strahlender, zum Leben ermutigender Mensch. Es ist keine Frage, dass wir solche Menschen brauchen und das nicht erst heute. Schon zu Zeiten des Propheten Jesaja klagte man über die Dunkelheit der Welt: „Finsternis bedeckt das Erdreich und Dunkel die Völker“, mit diesen Worten geht es gleich weiter, nach dem Aufruf Licht zu sein. Dieses Dunkelheit in der Welt erfahren wir jeden Tag. Nicht nur durch die Medien, die stets von Katastrophen und Kriegen berichten, sondern auch im ganz persönlichen Leben. Durch äußere Not und Bedrängung: Arbeitslosigkeit, mangelnde Ressourcen, oder unmenschliche Menschen. Mobbing in der Schule, am Arbeitsplatz und Streit und Trennung in der Familie, sind nur Andeutungen der vielen, schrecklichen Erfahrungen des Dunkels in unserer Zeit.
Beim genaueren Hinsehen verläuft die Grenze zwischen Licht und Finsternis allerdings nicht nur zwischen den Völkern, sondern geht mitten durch unser eigenes Herz. Der Apostel Paulus vertritt diesbezüglich eine radikales und ernüchterndes Menschenbild: „Alle Menschen sind Sünder und ermangeln des Ruhmes, den sie bei Gott haben sollten.“ Römer 3,23.
Aber genau da braucht es Menschen, die Licht bringen ins Dunkel, die nicht einfach nur aufklären, sondern erleuchten, erwärmen, strahlen und mit ihrer Art zu leben begründete Hoffnung wecken und anstecken. Der Dichter Erich Fried verglich den Menschen mit einer Taschenlampe, die nicht leuchtete, bis die Batterie ungenutzt sich verbrauchte und am Ende war. Sein Fazit war: Da hättest du wenigstens leuchten können.
Doch woher kommt die Kraft, immer wieder in Mitten des Dunkels zu leuchten?
Der Prophet Jesaja fordert uns heraus, aufzustehen und uns aufzumachen, uns in Bewegung zu setzen und licht zu werden, weil er ein starkes Motiv dazu hat, er sagt: Dein Licht kommt. Das Licht von dem Jesaja sprach, war die Herrlichkeit Gottes, er verstand Gott als Ursprung und Quelle von Licht und Leben. Und Jesaja war sich sicher, dass dieser Gott sein Volk Israel und seine ganze Menschheit nicht im Dunkeln lässt.
Christen sehen in Jesus Christus das durch Jesaja angekündigte Licht als gekommen an.
Jesus selbst sagt: „Ich bin das Licht der Welt, wer an mich glaubt, wird nicht im Finstern leben, sondern das Licht des Lebens haben.“ Johannes 8,12. Jesus sagt aber auch: „Ihr seid das Licht der Welt.“ Matthäus 5,14.

 

Matthias Harsányi

Du kannst ein Licht sein, du kannst einen hellen Unterschied machen, indem du der Liebe Gottes vertraust, die in Jesus Christus gekommen und erschienen ist. Das ist die Botschaft von Weihnachten – Gott ist Mensch geworden und hat uns in Jesus einen Menschen geschenkt, der uns nicht nur zeigt, was es bedeutet als Mensch für Menschen zu leben, sondern, der uns die Kraft dazu gibt, die Liebe Gottes beispielhaft zu leben und den Menschen Mut und Hoffnung zu machen.“
Klage nicht so viel über das Dunkel in der Welt. Mache dich auf, dein Leben kann ein Licht sein dafür, dass das Leben sich lohnt und Freude macht. Lebe mit Jesus, dem Licht der Welt und beschenke mit dem Licht seiner Liebe, in Wort und Tat die Menschen um dich herum.
Leuchte, werde Licht, denn dein Licht, Jesus, ist da… das gilt zu Weihnachten und es gilt auch im Neuen Jahr.

 

Ihr Matthias Harsányi

Seite drucken Seite drucken

 

 

Losung Oktober 2012

Der HERR ist freundlich dem, der auf ihn harrt, und dem Menschen, der nach ihm fragt.

Klagelieder 3,25

Freundliche Töne mitten in einem Klagelied, wie kommts?
Der Mensch hat Schweres erlebt, nicht nur Schmach und Krankheit, sondern vor allem das Gefühl von Gott verlassen zu sein. Doch Gott erweist sich als treu und zuverlässig und mehr noch, als gut, als einer, der einem nicht nur einmal, sondern oft auf vielfältige Weise wohl tut. Für jeden Menschen hat Gott Trost, und Güte, Wohltaten und Liebe bereit, ganz persönlich.
Nur eines ist nötig: Nicht Leistung, nicht Perfektion, nicht Reichtum, nicht Bildung nur eine vertrauensvolle Beziehung.
Und wie beginnt eine gute Beziehung: Indem wir nach dem anderen fragen, uns auf ihn hin ausrichten, ihn suchen. Jesus ermutigt: „Wer sucht der wird finden.“ So ist das mit Gott, wer ihn sucht wird ihn finden, wer nach ihm fragt, wird ihm begegnen, das ist sein Versprechen, das ist seine Freundlichkeit. Wer von Herzen nach Gott fragt, dem wird er sich zu erkennen geben. Nicht als Formel, nicht als Tradition, nicht als Theologie, sondern als lebendiger Freund, der da ist und Gutes gibt.
Und noch etwas gehört zu einer guten Beziehung zwischen Menschen und so auch zwischen Mensch und Gott: Hören können. Wir können Gottes Freundlichkeit nur erfahren, wenn wir auf ihn hören – und um zu hören, müssen wir erst einmal still werden. Das alte Wort „Harren“ meint dieses intensive Warten und Stillesein, dass dem anderen die Chance gibt, sein Dasein uns nahezubringen, indem er uns berührt, ansieht und spricht. Dieses stille Warten ist nicht einfach ein ödes Nichtstun.
Im Alten Testament, indem die Klagelieder gesammelt sind, ist ein Mensch der schweigt, einer der Zeit hat. Ein Mensch, der schweigt, wird einer, der Geduld hat mit sich selbst und seiner Welt. Ein Mensch, der schweigt, hat Zeit zu hören. Und wir haben es in unserer lauten, hektischen Zeit nötig, dass wir neu hören lernen. In der Betriebsamkeit können wir nicht gelassen sein, wir brauchen das Warten, die Ruhe und die Stille um zu hören.

Matthias Harsányi

Doch aus dem Hören wächst das Vertrauen, aus dem Hören werden Beziehungen stark,
aus dem Hören verwandelt sich die Klage in ein Dank und ein Lob.
Gott, der HERR, ist freundlich allen Menschen. Wir können das erfahren, wenn wir nach ihm fragen, stille werden und hören, auf ihn hören.

 

Ihr Matthias Harsányi

Seite drucken Seite drucken

 

 

Losung September 2012

Bin ich nur ein Gott, der nahe ist, spricht der HERR, und nicht auch ein Gott, der ferne ist?

Jeremia 23, 23

© Andreas Dengs, www.photofreaks.ws / pixelio.de

„Gott hat einen harten linken Haken“, singt Peter Fox in seinem Lied „Haus am See“.
Das ist ein befreiend anderes Bild von Gott, nicht nur lieb und gut, sondern überraschend und niederschmetternd.
So ähnlich geht es mir auch mit dem Vers aus dem Propheten Jeremia, Gott ist nicht nur nah, sondern auch fern. Das bedeutet er ist anders als Menschen, er ist Gott und souverän, unbegreiflich, unverfügbar, er muss sich vor Menschen nicht rechtfertigen, sonst ist er nicht Gott.
Für mich steht das nicht im Widerspruch zum Glauben an Jesus Christus, der uns denselben Gott als Quelle der Liebe offenbart hat. Die Liebe ist eine starke Kraft und Macht, aber sie übt keine Gewalt, sie kann da sein und sich entziehen, sie ist grundlos, bzw. hat in sich selbst nur Grund, sie liebt, weil sie liebt aber sie ist weder harmlos, noch ohne Bedeutung. Die Liebe sucht ihr Gegenüber. Gott liebt den Menschen und sehnt sich nach einer Antwort auf sein Lieben, er sucht die Beziehung zu uns Menschen, er will die Einheit mit uns.
Die Liebe liebt auch trotz Widerständen, aber zur Erfüllung kommt sie, wenn sie angenommen und bejaht wird.
Ich liebe meine Frau und bin mit ihr 26 Jahre verheiratet. Dennoch haben wir Meinungsverschiedenheiten, bisweilen streiten wir uns und verstehen uns nicht, aber daran zerbricht unsere Liebe nicht. Was Nähe und Distanz angeht, so merken wir, dass wir beides brauchen damit unsere Liebe wächst und wir froh und dankbar einander immer wieder neu begegnen können und nicht ohne den anderen leben wollen.
Jesus Christus hat uns die Liebe und Nähe Gottes offenbart, dennoch erfahren wir in unserm Leben, dass wir Gott nicht verstehen, dass er uns fern erscheint, dass er Situationen zulässt, die wir nicht begreifen.
Und trotzdem ist Gott Liebe und sucht nach unserem Ja zu ihm. Die Liebe ersehnt sich die Beziehung, die Einheit, sie kämpft auch darum. In der Geschichte vom Kampf Jakobs am Jabok mit Gott (1. Mose 32,23ff), ringen Gott und Mensch umeinander, kein Boxkampf mit linkem Haken, aber doch ein Kampf. Am Ende sagt Jakob: Ich lasse dich nicht, bevor du mich nicht segnest. Die Bibel sagt dass auch Gott in seiner Liebe um uns ringt und kämpft und dass er einen entscheidenden Sieg errungen hat. Er hat in seiner Liebe durch Jesus Christus den Tod überwunden. Damit kann uns Gottes Liebe überall erreichen, sie sucht die Entscheidung, sie will unser Ja, aber sie wartet darauf, denn Liebe ist nur unter der Bedingung der Freiwilligkeit da.

Matthias Harsányi

Unser Leben hat eine Bedeutung, in ihm will die Liebe Gottes uns erreichen, auch wenn wir ihn nicht kennen oder nicht verstehen. Gott ringt und sucht nach uns, er kommt uns nah aber wir können uns ihm nicht bemächtigen, er ist frei, souverän und will diese Freiheit auch für uns, nur so ist es möglich, dass wir zu einem ehrlichem Ja zu ihm kommen und seine Liebe empfangen.

 

Ihr Matthias Harsányi

Seite drucken Seite drucken

 

 

Losung August 2012

Gott heilt, die zerbrochenen Herzens sind, und verbindet ihre Wunden.

Psalm 147, 3

Wenn wir einen Knochenbruch haben gehen wir zum Arzt, zum Orthopäden.
Wenn unsere Seele (Psyche) leidet, gehen wir zum Psychiater.

© Ilse Dunkel (ille) / pixelio.de

Was können wir tun wenn unser Herz zerbrochen ist, wo finden wir Hilfe?
Sprechen wir von einem zerbrochenen Herzen, dann geht es nicht um einen körperlichen Schaden, wie beim Herzinfarkt. Menschen mit zerbrochenen Herzen sind tief in ihrem Inneren und zugleich in ihrer Ganzheit der Person getroffen. Das Zentrum ihres Lebens ist angegriffen und verletzt, es droht der Zusammenbruch. Diese Menschen leben zwar körperlich, aber sie empfinden tiefen Schmerz und finden das Leben nicht mehr lebenswert.
Leider erfahren viele Menschen solches Zerbrechen und das ist Lebensbedrohlich. Wir sprechen vom Herzen, wie wir von Herzlichkeit sprechen und die Erfahrung von Nähe, angenommen Sein und Liebe meinen. Ein zerbrochenes Herz empfindet ein Menschen dessen Liebe verletzt wurde, durch andere Menschen oder durch große Not und Sorgen. Was wir aber auf dem Herzen haben, das ist verborgen. Selbst, wenn unsere innere Verletzung sich in unserem Leben nach außen zeigt und andere sie wahrnehmen, vermag niemand in unser Herz zu sehen. Das ist die Grenze zwischen uns Menschen, niemand sieht ins Herz des anderen. Was wir auf dem Herzen haben können nur wir anderen offenbaren. Unter normalen Umständen öffnen wir nur zögerlich unser Herz, weil wir es schützen können und müssen. Wir geben nur einen kleinen Einblick gegenüber wirklich herzlichen und liebevollen Menschen.
Dringt jemand mit Gewalt in unser Herz, zerbricht es und darunter leidet auch unsere Fähigkeit uns zu öffnen. Deshalb ist es für Menschen so schwer, ein zerbrochenes Herz zu heilen.
Aber es gibt eine starke Hoffnung. Gott heilt, die zerbrochenen Herzens sind, und verbindet ihre Wunden. Jesus Christus hat uns das Herz Gottes offenbart und Gott ist die Liebe selbst. Er sieht unser Herz, aber er dringt nicht gegen unseren Willen darin ein. Voller Liebe wartet er, dass wir ihn willkommen heißen, er allein kann Herzen vollständig heilen und, wie der Bibelvers es zeigt, fängt behutsam an, indem er Wunden verbindet.

Matthias Harsányi

Heilung braucht Zeit, umso mehr, wenn es um unser Herz geht, wenn unsere Liebe verletzt ist, Gott wartet auf uns und lockt uns zur Hoffnung auf Heilung, er hat die beste Arznei für unser krankes Herz: Liebe. Wenn Ihr Herz, liebe Leser, an dieser heimtückischen Krankheit leidet, dann öffnen sie sich dieser liebevollen, heilenden Beziehung zu Gott, er vermag mit dem Geist der Liebe und der Kraft in Ihr Herz zu kommen. Beten Sie: Komm, Geist Gottes, mit deiner Liebe in mein Herz und heile mich, darum bitte ich dich in Jesu Namen, Amen.
„Die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist.“
Die Bibel, Römer 5,5

 

Ihr Matthias Harsányi

Seite drucken Seite drucken

 

 

Losung Juli 2012

Und er sprach zu ihnen: Seht zu, was ihr hört! Mit welchem Maß ihr messt, wird euch gemessen werden, und es wird euch hinzugefügt werden.’

Markus-Evangelium Kapitel 4 Vers 24.

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

© Kurt Michel / pixelio.de

Wer andern eine Grube gräbt...

‚Wie man in den Wald schreit, so kommt es zurück’ oder ‚Wer andern eine Grube gräbt, fällt selbst hinein’. Es gibt viele Sprichwörter im deutschen Sprachgebrauch die ähnliches wie die Losung ausdrücken. In der heutigen Arbeitswelt wird zumindest in der Industrie ein Grundgehalt mit Leistungszulage bezahlt. Damit ist eine wieder kehrende jährliche Leistungsbeurteilung durch den Vorgesetzten unumgänglich. Ist die Leistung unverändert zum Vorjahr bleibt die Leistungszulage gleich. Bei Steigerung bzw. Abfall der Leistung wird die Leistungszulage neu berechnet. Damit wird letzt endlich jedes Jahr ein Maßstab an die Beschäftigten angelegt. Es bleibt dadurch nichts dem Vorgesetzten verborgen.
In dem Text Vers 21 bis 24 bezieht sich Jesus im Gleichnis auf den Sinn einer Lampe. Eine verdeckte Lichtquelle erfüllt die ihm zugedachte Funktion in keiner Weise. Damit ist die Lichtquelle vorhanden, aber sie wird im Verborgenen gehalten. Manchmal versuchen Menschen mit dieser Methode eine unangenehme Sache vor der Öffentlichkeit zu verheimlichen. Bei den Mitmenschen mag dies auch eine Zeit lang funktionierenden. Jesus mahnt die Zuhörer anders zu handeln. Warum? Wie immer wieder durch die Welt gezeigt wird, kommt früher oder später alles an das Licht. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um Tatsachen oder um Aussprüche über Menschen handelt! Bei Menschen entsteht dadurch eine Bewertung meinerseits. Ich lege damit einen positiven bzw. negativen Maßstab an den Betroffenen an. Die Folgen daraus könnten Einem doch egal sein, oder?
Lesen wir die weiteren Verse ergibt sich eine andere Folge daraus. Als Beispiel möchte ich die Gnadenlosigkeit gegenüber dem Mitmenschen betrachten. Wer andere Menschen gnadenlos an einem Maßstab misst darf sich nicht wundern, wenn derselbe Maßstab ihn wieder selber trifft. Wer an Andere zu hohe Erwartungen stellt wird ebenfalls mit hohen Erwartungen an sich konfrontiert. Andererseits gibt es die positive Auswirkung eines Maßstabes. Wer an seinen Mitmenschen viel Gnade walten lässt (ohne dabei alles zu verharmlosen) wird selber wieder viel Gnade bekommen! Jesus formuliert das im Vers 24. Wer hat, dem wird gegeben. Dann wird auf die andere Seite der Medaille hin gewiesen: Wer nicht gibt, verliert den ganzen Rest des Vorhandenen!

holger

Gott nimmt weg?! Meiner Ansicht nach stimmt die Folgerung nicht. Gott will uns nichts weg nehmen. Er stellt jedoch Gesetzmäßigkeiten auf, ähnlich bestehenden Naturgesetzen. Wer sich an Gottes Ordnung hält wird die positiven Folgen erleben, wer sich der Ordnung Gottes verweigert wird die daraus entstehenden negativen Folgen erleben. Deshalb dürfen und sollen wir immer wieder zu Gott kommen. Er hat durch Jesus die Basis geschaffen um ihm zu gefallen. Dann hat keiner mit den Ordnungen Gottes ernsthafte Probleme. Denn Gott hat den Heiligen Geist für seine Kinder zugesagt. Folgen Sie dem Geist Gottes zu dem richtigen Maßstab an sich selber und an Ihre Mitmenschen. In diesem Sinne

u_holger

Seite drucken Seite drucken

 

 

Monatslosung Juni

Durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin.

1.Korinther 15, 10

© Gerd Altmann/Shapes:Graphicxtras / pixelio.de

Wer bin ich?
Jeder Mensch stellt sich im Laufe seines Lebens immer wieder diese Frage. Bin ich das, was meine Eltern in mich hineingelegt haben, was Ausbildung und mein Beruf aus mir gemacht haben, bin ich das, was gute Freunde in mir sehen? Bin ich mit mir selbst zufrieden oder stelle ich mich sogar selbst in Frage? Wer bin ich? Diese Frage stellen Menschen in Krisen, wenn Erfolg oder Misserfolg sie erschüttert, wenn sie von Krankheit oder Enttäuschungen und Verletzungen durch Mitmenschen betroffen sind, oder wenn sie nach dem Sinn ihres Lebens fragen. Wer bin ich? Diese Frage tritt meistens von innen und von außen an uns heran und braucht eine Antwort. Der Apostel Paulus wurde von seinen Gegnern hinterfragt bis auf den Grund seiner Existenz und seines Glaubens. Er wurde herausgefordert seine Autorität zu begründen, zu sagen, wer er ist. Wie reagierte dieser Mann, worin fand er seine Antwort auf die Frage: Wer bin ich? Als erstes erinnert Paulus die Gemeinde Korinth an den wesentlichen Inhalt der Gute Nachricht von Jesus Christus, wie er sie verkündigt hat, ihr vertraut und von ihr lebt. Er verteidigt sich nicht, er greift nicht an, er stapelt weder hoch noch tief, er fasst die Gute Nachricht für alle Menschen zusammen, die ihm auch selbst gilt: Jesus ist für unsere Sünden gestorben, wurde begraben, ist, wie die Heilige Schrift es vorher gesagt hat, ist auferstanden, seinen Jüngern und schließlich ihm, Paulus, als der Lebendige begegnet. Als zweites bekennt er sich realistisch zu seinen Fehlern, er hat die Gemeinde zunächst verfolgt und ist es nicht wert als Apostel anerkannt zu werden. Schließlich verbirgt er aber auch seine Erfolge nicht, er hat mehr als andere gearbeitet. Doch Paulus macht sein Leben weder von seinen Fehlern noch von seinen Erfolgen abhängig und ist auch nicht bereit die Beurteilung durch andere Menschen allein anzunehmen.

Matthias Harsányi

Seine Festigkeit, sein Selbstbewusstsein und seine Lebensfreude gewinnt Paulus allein durch die Gnade Gottes, die er in der Begegnung mit Jesus Christus erfahren hat. Der den Tod überwunden hat und lebt, der hat ihn angenommen, deshalb kann Paulus zu sich stehen und wissen, dass er mit Gottes Hilfe nicht vergeblich lebt. Wir Menschen werden oft in unserem Leben in Frage gestellt und fragen uns selbst: Wer bin ich? Die Antwort, die weder von anderen noch von mir abhängig ist gibt Gott durch Jesus Christus: „Du bist mein!“ In Gottes Liebe geborgen, von Gottes Kraft beschenkt, im Vertrauen auf ihn finde ich trotz vieler Fragen Halt, kann ich gelassen leben, kann ich fröhlich sein.

 

Ihr Matthias Harsányi

Seite drucken Seite drucken

 

 

Monatslosung April


‚Und er sprach zu ihnen: Geht hin in die ganze Welt und predigt das Evangelium der ganzen Schöpfung!’

Markus 16, 15

Das Grab ist leer!
© Katharina Wieland Müller / pixelio.de

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

manchmal fragen mich die Menschen, unter anderem auch Arbeitskollegen, warum ich glaube, dass Jesus der auferstandene Sohn Gottes ist. Dann habe ich folgende Geschichte zu erzählen:

Dieses Jahr werde ich 45 Jahre alt. Vor ca. 23 Jahren habe ich zwei wichtige Begegnungen in meinem Leben erfahren dürfen, die der Anfang meiner Gewissheit waren. Die erste Begegnung war das Zusammentreffen mit Satan. Eines Nachts lag ich im Bett in meinem Zimmer und spürte die Gegenwart einer von Grund auf boshaften Person, die mir an das Leben wollte. Ich sah keine Einzelheiten, nur die Umrisse einer Gestalt. In meiner Not schrie ich (ob laut oder in Gedanken weiß ich nicht mehr): ‚Jesus, hilf!’. Nach diesem Ausruf verschwand die Person aus meinem Zimmer. Zurück blieb ein unangenehmer Geruch, der mich nicht an mir selber zweifeln ließ.

Ein paar Wochen später passierte die mir die zweite Begegnung. Auf Grund des ersten Ereignisses suchte ich nach Antworten. In einer christlichen Gruppe, die sich abends zum Beten traf, stand völlig unerwartet plötzlich eine von Liebe durchdrungene hell scheinende Person vor mir. Da wusste ich, warum auch immer, sofort: ‚Das ist Jesus, der Sohn Gottes!’. Jesus sprach mit mir, das war einfach genial. Die anderen Anwesenden sahen nach deren eigenen Aussagen Jesus nicht, aber keiner zweifelte an der Erscheinung. Das war mein persönlicher Anfang mit Gott.

Ein Jahr darauf fuhr ich mit meiner Frau und meiner halbjährigen Tochter nach Rumänien zu einem Freund zwecks Evangelisation. Dort erlebten wir einiges an Wundern wie sie in den Versen 15 bis 18 des Kapitels beschrieben sind! Damals wie heute sage ich: ‚Ich weiß, dass Jesus auferstanden ist. Gott sei Dank darf ich es nicht nur glauben, sondern wissen!’

In unserem Text zweifeln die Nachfolger Jesu an den Aussagen derer, die sagen: ‚Jesus lebt, er ist auferstanden, er ist mir begegnet!’ Jesus hätte es sich einfach machen können und direkt zum Vater im Himmel gehen können. So ist er aber nicht! Er macht sich die ‚Mühe’ und begegnet den elf Jüngern persönlich um sie zu überzeugen. Klar, Jesus rügt sie auf Grund ihres Unglaubens sowie ihrer Härte gegenüber den Menschen, die von ihren persönlichen Erlebnissen berichteten. Danach kommt aber der Auftrag an die Jünger hinaus in die Welt zu gehen und der ganzen Schöpfung die Botschaft von der Auferstehung zu bringen. Jedes Geschöpf auf dieser Erde, damals wie heute, hat von Gott damit den Anspruch auf das Hören seines Evangeliums zugesprochen bekommen. Dabei spielt unsere persönliche Meinung absolut keine Rolle bei der Entscheidung wer das Evangelium hören darf oder nicht. Paulus schreibt im Römerbrief, dass sich die ganze Schöpfung und jede Kreatur darin nach der Erlösung aus der Vergänglichkeit durch die Auferstehung sehnt. Deshalb haben wir die Aufgabe und die ‚Verpflichtung’ jedem Menschen das Evangelium in einer ihm angemessenen Art zu bringen! Damit meine ich nicht die Verfälschung oder die Verweichlichung des Evangeliums. Jesus macht klare Ansagen in Vers 16: Gläubig und getauft = Errettung, Ungläubig = Verdammt werden! Ist das nicht eindeutig? Da gibt es keine Zweideutigkeiten!

holger

In den Versen 17 bis 18 sagt Jesus damals wie heute seinen Jüngern das notwendige Handwerkszeug zu. Das heißt nicht sich ohne den Verstand zu gebrauchen jeder Gefahr naiv auszusetzen. Es verlangt die Bereitschaft sich der Führung durch den Geist Gottes unterzuordnen und dann dem entsprechend die von Jesus zugesagte Vollmacht im Glauben anzuwenden! Deshalb meine Bitte an Sie: Haben Sie keine Angst vor den Zweifeln der ungläubigen Menschen, sondern bringen Sie ihnen die errettende Botschaft Jesu. Dabei dürfen Sie die Gewissheit seiner Führung und seiner Vollmacht voll mitnehmen. Dann wird es nicht verkrampft und bereitet einem Botschafter Freude.

Gott segne Sie!

u_holger

Seite drucken Seite drucken

 

 

« Vorige SeiteNächste Seite »